Warenkorb  Warenkorb  //  € 0,00

Warenkorb  Warenkorb  //  € 0,00





11 Jul 2017

HARDYS TECHNIK-RATGEBER DIE SCHALTUNG: TEIL 2


Im zweiten Teil unseres Technik-Ratgebers Schaltung möchten wir speziell auf die im Radsport gebräuchliche Kettenschaltung eingehen.

Bei der Kettenschaltung wird durch Veränderung der Zahnradgröße an Tretkurbel und Hinterrad das Verhältnis von Kraft und Geschwindigkeit beeinflusst. Somit kann der Biker durch Wahl der idealen Übersetzung sowohl Bergauf wie auch bei Abfahrten in der optimalen Tretfrequenz bleiben und dadurch die maximale Performance aus sich und seinem Bike holen.

Aufbau der Kettenschaltung

Für die Gangwahl stehen bei der Kettenschaltung zwei Möglichkeiten offen. Generell wird die Übersetzung am Hinterrad mittels einer (Ritzel-)Kassette und eines Schaltwerks geändert. Zudem gibt noch die Möglichkeit zwischen verschiedenen Kettenblättern an der Tretkurbel die Kraftübertragung anzupassen.

Die Komponenten der Kettenschaltung:

  • Kurbel mit Kettenblättern
    An der Kurbel wird die Kraft des Bikers mittels Pedale auf die Kettenblätter übertragen. Hier gibt es drei unterschiedliche Optionen, die je nach Einsatzzweck variieren. Man unterscheidet zwischen Kurbeln mit einem, zwei oder drei Kettenblättern.
  • Umwerfer
    Der Umwerfer sorgt mittels einer Führung dafür, dass die Kette auf das gewählte Kettenblatt der Kurbel springt und dort verbleibt.
  • Kette
    Die Kette sorgt für die Kraftübertragung von der Kurbel zum Hinterrad. Dadurch ist die Kette ein für die Performance enorm wichtiger Faktor. Weitere Infos zur Kette und deren Pflege haben wir in unserem Technikratgeber „Die Kette“ ausführlich beschrieben.
    Zum HARDYS Technik-Ratgeber „Die Kette“ >>
  • Kassette
    Als Kassette bezeichnet man das Ritzelpaket am Hinterrad. Dieses besteht, je nach Einsatzzweck aus 7 bis 12 einzelnen Ritzeln.
  • Schaltwerk
    Das Schaltwerk sorgt dafür, dass die Kette auf das gewählte Ritzel der Kassette geführt wird. Gleichzeitig sorgt das Schaltwerk für die nötige Kettenspannung, die sich aufgrund der unterschiedlichen Ritzel und Kettenblattgrößen, bei jedem Schaltvorgang ändert.
  • Schalthebel
    Mit dem Schalthebel wird die jeweils gewünschte Übersetzung mittels Positionsveränderung von Umwerfer und Schaltwerk ausgewählt.

 

Pflege und Reinigung der Kettenschaltung

Für optimale Performance ist eine saubere und optimal gefettete Schaltung unerlässlich. Deshalb empfiehlt es sich, nach jeder Ausfahrt die komplette Schaltung mit all seinen Komponenten zu reinigen. Bei der Reinigung sollten keinesfalls entfettende Mittel zum Einsatz kommen. Falls doch nötig, ist es besser mit einem speziellen Reiniger (Atlantic Kettenreiniger) oder Multifunktionsöl (z.B. WD-40) zu arbeiten.
Die Kettenblätter und Ritzel sollten von groben Anhaftungen befreit und anschließend mit einer kleinen Bürste, z.B. eine alte Zahnbürste, gesäubert werden. Die Zwischenräume der Kassette lassen sich am besten mit einem sauberen Tuch reinigen. Bei Schaltwerk kann man den groben Schmutz an den Umlenkröllchen recht gut mit Hilfe eines Holz-, Kunststoff- oder Metallstäbchens entfernen. Anschließend mit Bürste und Tuch die restlichen Verunreinigungen beseitigen. Gleiches gilt auch für den Umwerfer an der Tretkurbel. Zum Schluss sollte noch die Kette gereinigt werden, wie Ihr in unserem Technikratgeber „Die Kette“ nachlesen könnt.

Wichtig nach jeder Reinigung ist das richtige Schmieren und Einfetten der einzelnen Komponenten. Hierzu gibt es je nach Einsatz und Witterung verschiedenste Produkte. HARDYS hilft Dir bei der Auswahl der optimalen Schmier- und Pflegemittel für dein Bike.

 

Das Einstellen der Kettenschaltung

Für die korrekte Feinjustierung einer Kettenschaltung wird nur ein kleiner Kreuzschlitzschraubendreher benötigt. Zudem ist es von Vorteil, wenn das Bike auf einem Montageständer steht, oder an der Decke aufgehängt werden kann.

Einstellen des Umwerfers

Als erstes sollte der parallele Sitz des Umwerfers zum Kettenblatt geprüft werden. Zudem sollte der Abstand zwischen der Unterkante des äußeren Leitblechs und den Zähnen des großen Kettenblatts etwa 1 – 3 mm betragen. Sollte dies nicht der Fall sein, dann wendet euch am besten an den Fahrradmechaniker eures Vertrauens.

Nun muss die Kette auf das kleine Kettenblatt und das große Ritzel geschaltet werden. Dabei sollte der Abstand des inneren Leitblechs des Umwerfers ca. 1 mm Abstand zur Kette haben. Dieser Abstand kann mit der L-Schraube am Umwerfer eingestellt werden.
Nun wird auf das große Kettenblatt und das kleinste Ritzel geschaltet. Hierbei sollte der Abstand zwischen der Kette und dem äußeren Leitblech mit der H-Schraube ebenfalls auf ca. 1 mm eingestellt werden.
Als letztes muss noch die Zugspannung eingestellt werden. Hierzu dreht man die Einstellschraube am Schalthebel so weit, dass der Umwerfer die Kette gerade noch nicht berührt.

Einstellen des Schaltwerks

Auch hier muss erst der parallele Sitz im Verhältnis zu den Ritzeln geprüft und gegebenenfalls vom Fachmann richtig eingestellt werden.

Nun kann mit der oberen Begrenzungsschraube der Anschlag auf dem kleinen Ritzel eingestellt werden. Dabei sollte das obere Leitröllchen des Schaltwerks direkt unterhalb des kleinsten Ritzels stehen. Anschließend kann mit der unteren Begrenzungsschraube der Anschlag des größten Ritzels justiert werden.
Mit der B-Schraube stellt man den Abstand von Kassette und Schaltwerk ein. Dieser sollte beim großen Ritzel etwa 5 – 6 mm betragen.
Zum Schluss muss auch beim Schaltwerk noch die Zugspannung eingestellt werden. Hierzu wird vom kleinsten Ritzel ausgehend immer in den nächst höheren Gang geschaltet. Rattert die Kette hierbei, sollte die Zugspannung etwas verringert werden.


ZUM TECHNIK-RATGEBER DIE Schaltung: TEIL 1 >>

 

Wenn Ihr Schwierigkeiten beim korrekten Einstellen eurer Kettenschaltung habt, dann kommt damit einfach auf uns zu oder vereinbart einen Termin für eine Bike Beratung: Telefon 07123 / 7261471oder E-Mail info@hardys.tv.

 

SHARE //